Urlaubschecker Blog

Auf diesem Reiseblog aus Österreich findest du inspirierende und kulinarische Beiträge rund um das Thema Reisen. Wir teilen mit dir unsere Erfahrungen und verraten dir nützliche Tipps für deinen nächsten Urlaub.

Bargeld wechseln für den Urlaub – Die beste Lösung

Wenn man innerhalb des Euroraums reist, hat man das Glück, dass man sich ganz einfach Bargeld von zu Hause mitnehmen kann. Fliegt man allerdings in ein Land, in dem der Euro nicht als Währung gilt, kommt es oft vor, dass man für die Bezahlung entweder eine Kreditkarte oder etwas Bargeld benötigt. Doch dann stellt sich die Frage, wie kommt man an dieses ran? Zu Hause wechseln? Vor Ort wechseln? Zum Bankomat gehen? Die Auswahlmöglichkeiten sind grenzenlos. Allerdings müssen wir dabei bedenken, dass immer eine dritte Person Geld verdient, wenn wir unsere Devisen wechseln. Folglich erwarten uns neben dem Wechselkursverlust zusätzliche Gebühren. Darum sehen wir uns nun an, welche die beste Möglichkeit ist, um an Bargeld zu kommen.

Kreditkarte, Debitkarte oder Bargeld?

Doch kommen wir zuerst zu einer Grundsatzfrage: Soll ich im Urlaub lieber Bargeld dabei haben oder mit Kreditkarte bzw. Debitkarte zahlen? Ich selbst muss zugeben, dass wir im Urlaub eher ungern zu viel Bargeld mit uns führen. Zum einen kann es leicht gestohlen werden und zum anderen bleibt am Ende der Reise jede Menge Wechselgeld übrig, welches nicht mehr verwendet werden kann. Eine gängige Kreditkarte wird den meisten touristischen Zielen akzeptiert und ist eine einfache und praktische Lösung.

Nichtsdestotrotz ist es sehr sinnvoll immer eine kleine Menge Bargeld mit sich zu führen. Zum Beispiel unterstützt nicht jedes Taxi eine Kartenzahlung, weshalb so mancher Weg vom Flughafen ins Hotel eine böse Überraschung beim Bezahlen der Fahrt mit sich bringen könnte. Außerdem wäre es sicher nicht schlecht, wenn man in einem Hotel etwas Bargeld für den guten Service hinterlassen könnte. In den meisten Ländern wird ein Trinkgeld sehr geschätzt.

In der heimischen Bank wechseln

Der Klassiker vor dem Urlaub – das Wechseln des Geldes in der heimischen Bank. Hier beginnen schon oft vor dem Reisestart einige Probleme. Es hat nicht jede Bank alle Währungen lagernd und es stellt sich auch die große Frage, wie viel Bargeld man mitnehmen sollte. Zu wenig ist auf jeden Fall schlecht, zu viel aber auch. Ein Rückwechseln lohnt sich in den meisten Fällen nicht mehr, da man zu viel Geld am Wechselkurs und den Gebühren verlieren könnte. Eine genaue Summe zu kalkulieren gestaltet sich demnach als richtig schwierig.

Ein großer Nachteil, den man hier nicht vergessen sollte, sind die Gebühren und Wechselkursverluste. In einer herkömmlichen Bank Geld zu wechseln ist nämlich ein teures Vergnügen. Die Arbeiterkammer hat vor kurzem hierzu einen recht interessanten Vergleich gemacht. Gerade wenn man nur kleine Beträge wechseln möchte, zum Beispiel für eine Taxifahrt oder Trinkgeld, lohnt sich dies durch die fixen Gebühren nicht wirklich.

Bargeld vor Ort in der Wechselstube

Fliegt man ohne vorhandenes Bargeld in den Urlaub ist es oft so, dass man dann vor Ort in einer Wechselstube seine Währung tauscht. Davon würden wir eher abraten. Gerade an stark frequentierten Orten wo viele Touristen Geld wechseln möchten, wie zum Beispiel am Flughafen, sind die Kurse schlecht und die Gebühren sehr hoch. Es gibt auch viele dubiose Wechselstuben innerhalb von Städten, in denen einige Betrügereien stattfinden und Touristen erst später bemerken, dass sie gewaltig übers Ohr gehauen wurden. Nach so einer Situation, ist gleich am Anfang des Urlaubs die Stimmung im Keller.

Behebung per Bankomatkarte/Kreditkarte

Nun wird es langsam wirklich interessant: Eine sehr gängige Methode ist es, im Ausland einfach zum Geldautomat zu gehen und dort sein Bargeld abzuheben. Unserer Meinung nach ist dies die schnellste und kostengünstigste Variante um an Bargeld zu kommen. Aber nur unter der Voraussetzung, dass man die folgenden Punkte beachtet.

Regel Nummer 1: Aufpassen zu welchem Geldautomaten man geht! Gerade am Flughafen oder in Resorts stehen oft welche von externen Firmen, die absurd hohe Gebühren verlangen um an Bargeld zu kommen. Am kostengünstigsten sind Automaten von offiziellen Banken des jeweiligen Landes. Hier fallen nur die üblichen Gebühren an und keine extra Spesen.

Regel Nummer 2: Die Währung niemals umrechnen lassen! Hebt man im Ausland Geld in der inländischen Währung ab, wird einem angeboten, diesen Betrag direkt in Euro umzurechnen und dann abzubuchen. Hierbei ist es besser dies die hauseigene Bank machen zu lassen. Auf einer Seite kann der Kurs schlechter sein und der anderen Seite verlangen viele ausländische Banken für diesen „Service“ eine zusätzliche Gebühr.

Für uns in Österreich hat die Arbeiterkammer einen ganz netten Rechner, mit welchem man die Gebühren für eine Abhebung im Ausland berechnen kann. Wer aktiver Kunde der DKB ist, hat es sogar besonders gut, da dort Geldbehebung im Ausland kostenfrei sind.

Alternative: Kostenfreie Kreditkarten

Wer in den letzten Jahren den Kreditkartenmarkt etwas beobachtet hat, wird feststellen, dass neue Fintech Anbieter nahezu täglich aus dem Boden schießen. Früher gab es sehr gute Möglichkeiten um an gebührenfreies Bargeld im Ausland zu gelangen. Dieser Trend hat sich allerdings bloß zu kleinen Freibeträge entwickelt. Wer ausschließlich etwas Bargeld für ein Taxi und einige Mitbringsel benötigt, für den ist dies definitiv eine gute Lösung. Da sich die Suche nach solchen Kreditkarten im Internet durchaus als schwierig gestaltet, stellen wir euch hier zwei Optionen vor.

Curve

Bei Curve handelt es sich nicht um eine Kreditkarte im herkömmlichen Sinne. Man bekommt zwar eine physische Mastercard, muss diese aber per App mit einer anderen Visa oder Mastercard (zum Beispiel die kostenlose der Hausbank) verknüpfen. Sämtliche Zahlungen werden von der verknüpften Karte abgebucht. In der kostenlosen Variante (nur einmalig 4,99€ Zustellgebühr) kann man bis zu 2 Kreditkarten hinterlegen. Der Vorteil: Mit dieser Karte lassen sich im Ausland monatlich 200€ gebührenfrei abheben.

Crypto.com

Jeder der schon des Öfteren mit Bitcoin und Co. zu tun hatte, kennt vermutlich die Kreditkarte von Crypto.com. Hierbei handelt es sich um eine Prepaid-Kreditkarte, sprich man kann nur so viel ausgeben, wie man auch auf der Karte aufgeladen hat. Der Vorteil: In der kostenlosen Variante lassen sich ebenso monatlich 200€ gebührenfrei abheben. Investiert man 350$ in die hauseigene Kryptowährung „CRO“ erhält man die Ruby Karte, welche es ermöglicht 400€ gebührenfrei anzuheben. Zusätzlich erhält man 1% Cashback auf alle Ausgaben.

Fazit

Zusammengefasst kann man sagen, dass es keine gute Idee ist, das Bargeld schon vor der Abreise zu wechseln, da die Gebühren gerade für kleinere Beträge viel zu hoch sind. Auch ein Wechseln der Währung im Urlaubsland ist aufgrund der schlechten Kurse, hohen Gebühren und teils dubiosen Wechselstuben nicht die beste Idee.

Wer ganz unkompliziert an Bargeld kommen möchte, sucht einen Geldautomaten einer seriösen Bank auf und behebt sein Geld dort, ohne den Umrechnungskurs des Automaten zu nutzen. Mit geringen Aufwand kann man sich zusätzlich eine kostenlose Kreditkarten holen und somit kleinere Beträge ganz einfach beheben.

Chris

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